Ohrschmuck
Ohrschmuck hat seine historische Geburtstätte allem Anschein nach im Altorientalischen. Besonders verbreitet in Arabien. Aber auch in Spanien und Süditalien gab es schon früh ein massives Aufkommen der verschiedensten Variationen des Ohrschmucks.
Auf einer ähnlichen unterbewußten Ebene wie die Entwicklung von Fingerschmuck war die Verbreitung von Ohrschmuck eher evolutionär. Denn auch die nördlicheren Völker wie die Germanen haben früh das Schmücken mit Ohrgehängen für sich entdeckt.
Die gewagte Aussage des "evolutionären" gründet darauf, dass der Ohrschmuck selbst bei unberührten Völkern wie z.B. den australischen wie afrikanischen Buschmännern beobachtet wird. Ein gutes Beispiel für die unterschiedlichen Arten ist die Verwendung der sogenannten "Tellerung" der Ohrläppchen durch Holzscheiben oder Knochen. Heute längst gesellschaftstauglich gemacht, nur das nun gängigere Materialien wie Silber, Gold, oder Edelstahl benutzt werden. Und natürlich, das meist die Ausdehnung der Ohrlöcher in einem überschaubaren Maß liegt. Diese multikulturelle Erscheinung kahm auch im asiatischen Raum zur Zeit der Samurai auf und bei einigen Indianerstämmen. Der Ohrschmuck wurde in jeder Himmelsrichtung neu entdeckt.
Das Tragen von Ohrschmuck ist nicht nur vom Design sondern auch aus mechanischer Sicht sehr vielschichtig. Es wird zwischen unterschiedlichsten Formen unterschieden.
Ohrgehänge basieren zu meist auf einer einfachen Einhäng- oder auch Hakenmechanik. Ohrclips schließen über einen Schnappmechanissmus. Die sogenannten Ohrschrauben besitzen eine Gewindemechanik. Ohrstecker halten über einen einfachen Nutmechanismus. Ohrbügel und Klammerschmuck haben keine Verschlüße, sondern werden einfach über die Ohrmuschel gehängt, bzw. an die Außenseite des Ohrs gebogen.
Natürlich gibt es umso mehr Schmuckarten als solches bei Ohrringen. Z.B. breitgefecherte Klassen wie Trachten-Ohrschmuck oder auch Trauer-Ohrringe.
